Georeferenzierung von Linienfahrwegen im RMV

Aufgabenstellung

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) benötigt für den Einsatz in verschiedenen Anwendungen die Geometrien der Fahrwege aller lokalen und regionalen Verkehre. Insbesondere sind diese Daten für die Verwendung im Geo- und Tarifsystem (GTS) sowie in der Internetauskunft (rmv.de) vorgesehen.

Die rms GmbH hat unter Einsatz der Software IVU.pool.map die relevanten Fahrwege zum Fahrplanwechsel 2010/2011 interaktiv computerkartographisch georeferenziert und ist seitdem für die fortlaufende Pflege zuständig.

Durchführung

Die Bearbeitung umfasst die 4 Arbeitsschwerpunkte:

  • Vorbereiten der Haltestellen
  • Interaktives Georeferenzieren der Fahrwege/Strecken zwischen den Haltestellen
  • Qualitätssicherung der Ergebnisse
  • Kommunikation mit den Lokalen Nahverkehrsorganisationen (LNO)

Zunächst werden die Haltestellenpositionen für die Georeferenzierung optimiert, um eine gute Visualisierung der Fahrwege zu ermöglichen. Außerdem werden die im System vorhandenen Daten mit neuen Vermessungsdaten verglichen und gegebenenfalls angepasst. Dabei ist eine enge Kommunikation mit den LNOs nötig, welche gegebenenfalls neue Haltestellenpositionen bestätigen müssen.

Die Ausgabe der Fahrwege soll auf Haltestellenebene (haltestellenscharf) erfolgen. Dazu muss für jede Haltestelle ein für alle Elemente (Masten, Gleise …) repräsentatives Objekt verortet werden. Dies ermöglicht dem Kunden seinen Abfahrtsort zu finden, auch wenn er nicht direkt bis zu seinem Einstieg in das Verkehrsmittel, sondern zu einem zentralen Punkt, von dem aus die verschiedenen Masten gesehen werden können, geführt wird.

Nach der Optimierung der Haltestellenpositionen erfolgt die eigentliche Georeferenzierung. Dabei werden die aus den Fahrplandaten gerechneten Luftlinien über mehrere Stufen sukzessive verfeinert, bis sie dem geographischen Verlauf entsprechen. Als Information für den Raumbezug dienen uns aktuelle Straßen, Schienen- oder U-Bahnkarten. Zur Klärung von fraglichen Fahrwegen ist auch hier die Kooperationsbereitschaft der LNOs Grundvoraussetzung zur Durchführung der Georeferenzierung der Fahrwege. Schlussendlich werden Qualität sichernde Skripts entwickelt, periodisch durchgeführt und bearbeitet.