Pilotprojekt "JobTickets als eTickets" über das verbundweite Hintergrundsystem des RMV

Umstellung vom Papierticket auf die Chipkarte

Erfolgreiche Umsetzung des Pilotprojekts “JobTickets als eTicket”: Seit April sind rund 750 JobTicket-Inhaber der DFS Deutsche Flugsicherung mit eTickets aus dem verbundweiten mandantenfähigen Hintergrundsystem des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) unterwegs. Die Umstellung vom Papierticket auf die Chipkarte führte der RMV gemeinsam mit seiner Tochter Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH (rms), der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der DB Vertrieb GmbH (DB V) als abrechnendem Verkehrsunternehmen durch.

Das Produkt

JobTickets sind spezielle persönliche Zeitkarten, die von Unternehmen oder Organisationen mit mehr als 100 Mitarbeitern bestellt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten das JobTicket direkt über ihren Arbeitgeber. Die Umstellung des JobTickets von der Papierfahrkarte auf das eTicket ist ein weiterer Meilenstein in der Migration des Zeitkartensegments auf eTickets im eTicket-RheinMain. Für das Pilotprojekt galt es, einige produktspezifische Herausforderungen zu meistern.

Die Herausforderung

Bis dato wurden JobTickets im RMV durch den jeweiligen Arbeitgeber über ein lokal installiertes Programm verwaltet und ausgegeben. Die Entscheidung, diese Vertriebsstruktur auch bei der Umstellung auf das eTicket beizubehalten, fiel schnell: Serviceprozesse wie die Durchführung von Änderungen und Rückgaben sowie die Ausgabe von Ersatzkarten können vor Ort schnell und flexibel durchgeführt werden, darüber hinaus werden die Vertriebsstellen entlastet. Der Zugang des Arbeitgebers zum verbundweiten, mandantenfähigen Hintergrundsystem stellt jedoch entsprechend besondere Anforderungen an die Datensicht und den Datenzugriff. Unter der Prämisse, dass niemand außer dem Unternehmen personenbezogene Daten sehen oder bearbeiten können soll, wurde bei der Deutschen Flugsicherung GmbH eine spezielle Systemarchitektur implementiert, die nur dem Unternehmen selbst den Zugriff und die Bearbeitung der Mitarbeiterdaten erlaubt. Personenbezogene Daten, die im Papierzeitalter auf die Papierfahrkarte gedruckt wurden, sind nur in maskierter Form über den elektronischen Fahrschein auslesbar.

Der Kundennutzen

Unternehmen können nun von zahlreichen Vorteilen des gemeinsamen Systems profitieren. Diese sind zum Beispiel:

  • einfache Anlage und Verwaltung von Niederlassungen für Mitarbeiter, die an unterschiedlichen Standorten arbeiten und individuelle Tarifrelationen benötigen,
  • komfortable Führung einer Kontoübersicht und Abwicklung der Abrechnung über die Anwendung,
  • optionale Bestellung von größeren Mengen an JobTickets über einen Massenpersonalisierer.

Auch Manuel Jilg, Leiter des Bereiches Administration & Reisekosten bei der DFS, äußerte sich nach Projektabschluss zufrieden: “Wir freuen uns, dass wir den Umstieg auf die neuen eTickets geschafft haben. Das neue System ist leicht zu bedienen, Änderungen können virtuell durchgeführt und durch die Aktionsliste leicht an einem Fahrkartenautomaten auf die Chipkarte gespielt werden. Das kommt uns entgegen, denn so ist der Weg in unsere Abteilung für Ticket-Inhaber nicht mehr zwingend erforderlich.”

Das weitere Vorgehen

Mit der erfolgreichen Umstellung des JobTickets auf das eTicket ist das Pilotprojekt allerdings noch nicht abgeschlossen: Im Rahmen einer mehrmonatigen Testphase soll die Anwendung nun kontinuierlich verbessert werden, sodass anschließend weitere Unternehmen umstellen können.