rms GmbH übernimmt technische Leitung im F&E-Projekt "RadAR+"

Intermodale Mobilitätsketten und Indoor-Navigation am Airport Frankfurt

Die Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH (rms GmbH) übernimmt die technische Leitung im Forschungs- und Entwicklungsprojekt RadAR+. Das Gemeinschaftsprojekt entwickelt einen lernenden Mobilitätsassistenten, der Reisenden den Wechsel zwischen Verkehrsmitteln entlang ihrer persönlichen Wegekette erleichtert. RadAR+ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 16SV7399 gefördert und ist am 1. Januar 2016 gestartet. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.

Ein Navi fürs Umsteigen

Aus dem Zug durch den Bahnhof in die S-Bahn und dann am Flughafen zum richtigen Gate: Dank intermodaler Vernetzung kommen Reisende schnell ans Ziel, doch beim Umstieg verliert manch einer leicht die Orientierung – gerade bei mangelnder Ortskenntnis. Das Projekt RadAR+, kurz für „Reiseassistenzsystem für dynamische Umgebungen auf Basis von Augmented Reality (AR)“, will hier Abhilfe schaffen: mit einem persönlichen Assistenten, der dem Nutzer die benötigten Informationen zum richtigen Zeitpunkt unter Verwendung der Augmented-Reality-Technologie bereitstellt. Je nach Vorliebe können Reisende dafür tragbare Geräte wie Smartphones, Datenbrillen oder Smartwatches verwenden. Dort ist dann zum Beispiel auf einer Karte der schnellste Weg zum richtigen Gleis mit Pfeilen markiert.

Der Fokus der rms GmbH liegt im Projekt auf der durchgängigen Information bzw. der kontinuierlichen Assistenz der Reisenden, insbesondere bei der Fußgängernavigation innerhalb von Gebäuden. Es ist geplant, die Mobilitätskette an einem der größten Verkehrsknoten Deutschlands, dem Frankfurt Airport, zwischen den Stationen des Bahn-Fern- und Nahverkehrs und zu den Fluggates abzubilden.

Besonderes Augenmerk liegt in RadAR+ auf einer barrierefreien Gestaltung, denn das Ziel ist ein Mobilitätsassistent, der möglichst viele Menschen bei der Orientierung im Öffentlichen Personenverkehr unterstützten kann.

Weitere Informationen gibt es auf www.radarplus.de.

rms GmbH: F&E-Kompetenz im ÖPV

Unter der Gesamtleitung der House of Logistics and Mobility GmbH (HOLM) übernimmt die rms GmbH die technische Projektleitung von RadAR+, die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Universität Kassel, Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik. Weitere Projektpartner sind das Fraunhofer IML, HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Ubimax GmbH und voice INTER connect GmbH. Als assoziierte Partner sind Fraport AG und die Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) eingebunden. Das rms-Projektteam steht unter Leitung von Frau Martina Stegemann.

Die rms GmbH bringt ihre Kompetenz aus zahlreichen F&E-Projekten im ÖPV-Bereich ein: u. a. aus DYNAMO (Dynamische, nahtlose Mobilitätsinformation), namo (Nahtlose, barrierefreie Informationsketten für ältere Menschen), DELFIplus (Erweiterung und Ertüchtigung der Durchgängigen Elektronischen Fahrplaninformation) und eSIM 2020 (EFM-Systemintegration und -migration für den Zielhorizont 2020).

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