Referenzen eTicket und Vertrieb

Forschungsprojekte

eSIM 2020
Vorwiegendes Ziel des eTickets ist es, den Zugang zum ÖPNV für Kunden attraktiver zu gestalten und im Vergleich zum konventionellen Papierfahrschein zu vereinfachen. Mit den bisher umgesetzten Projekten im eTicket Deutschland ist der ÖPNV diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Die höchste Komfortstufe des eTickets, die automatische Raumerfassung (VDV KA Stufe 3b: BeIn-BeOut-System), ist bisher aber noch nicht im Massenbetrieb umgesetzt worden. Im Projekt (((eSIM 2020 wird die Anwendung eines BeIn-BeOut-Systems auf Basis der WLAN-Funktion von Mobiltelefonen untersucht und prototypisch umgesetzt.
Die Schwerpunkte der rms GmbH im Rahmen des Forschungsprojekts liegen bei folgenden Aufgaben:

  • konzeptionelle Leistungen
  • Geschäftsprozesse des EFM
  • Versuchsplanung und Versuchsdurchführung im Rahmen der vorgesehenen Performance-Tests sowie des Pilotversuchs

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin; seit 06/2013

EILO – Einsteigen und Losfahren: Umsetzung und Standardisierung eines In-Out-Systems
Das Projekt EILO soll die Nutzung des ÖV nach dem Motto “Einsteigen und Losfahren (EILO)” ermöglichen. Es ist geplant, ein System mit automatischer Fahrpreisfindung auf Basis der Raumerfassung umzusetzen. Als Nutzermedien sind Smartphones und Medien, die der Kundenvertragspartner (KVP) herausgibt, vorgesehen. Der Fokus des Projektes liegt auf der Vorbereitung des Produktivbetriebs eines solchen Systems im Bereich des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. In EILO sollen die Systemkomponenten der Raumerfassung und der Fahrtenbildung realisiert und die durchgeführten Fahrten tarifiert werden. Zudem soll die Machbarkeit eines KVP-eigenen Nutzermediums auf Basis von Standardschnittstellen (z. B. BLE) nachgewiesen werden. Die bisherigen Entwicklungen im Bereich Raumerfassung (z. B. durch das Projekt (((eSIM 2020) sollen fortgeführt werden.
Weiterhin sollen im Projekt die Grundlagen für einen reibungslosen Systembetrieb gelegt werden. Es ist vorgesehen, ein tragfähiges Migrationskonzept für die Systemeinführung unter Berücksichtigung der VDVKA Stufen 2 und 3 sowie der vorhandenen Vertriebsinfrastruktur zu erarbeiten. Um die Interoperabilität sicherzustellen, sollen die Projekterkenntnisse in die VDV-KA überführt werden. Das Zusammenspiel aller Entwicklungen soll im Rahmen eines erweiterten Feldversuchs getestet werden.
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Berlin; 01/2017-10/2018

Operatives Geschäft

EFM-Roadmap des MVV
Ziel des Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) ist, das Vertriebssystem und den Tarif kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Hierzu ist die Einführung eines Chipkarten-basierten Hintergrundsystems und eines Smartphone-basierten (z. B. entfernungsabhängigen) elektronischen Tarifs geplant. Aufgabe der rms ist nun, eine übergreifende Strategie für die Umstellung auf ein „digitales“ Vertriebssystem mit den Komponenten Hintergrundsystem, mobile App und online Web-Shop zu entwickeln – auch elektronisches Fahrgeldmanagement (EFM) genannt. Die EFM-Roadmap wird auf der Grundlage einer vorausgehenden IST-Analyse der Vertriebs- und Kontrollstruktur im MVV entwickelt und beinhaltet neben der inhaltlichen und zeitlichen Beschreibung von Meilensteinen die Übertragung des VDV-KA Rollenmodells auf die Verbundpartner im MVV sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Schaffung einer Kontrollinfrastruktur. Ferner sollen zu realisierende Potenziale einer Mobilitätskarte für den Großraum München untersucht werden.
Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), München; 03/2016 – 12/2016

Integration von Fremdchipkarten in das eTicket RheinMain
Der RMV hat von verschiedenen Organisationen die Anfrage erhalten, ob auf den jeweiligen organisationsbezogenen Chipkarten auch Fahrkarten des eTicket RheinMain ausgegeben werden können. Zu den Interessenten zählen aktuell die Goethe-Universität Frankfurt mit ihrer GoetheCard und die TU Darmstadt mit ihrer Athene-Karte, aber auch die Deutsche Lufthansa. Dabei wird zunächst an Jobtickets gedacht und im weiteren Verlauf für die Universitäten auch an die Semestertickets.
Unter dem Projekttitel “Fremdchipkarte” soll mit den interessierten Partnern ein gemeinsames Grobkonzept abgestimmt werden, dessen Machbarkeit auf allen Seiten überprüft werden kann und für das im Anschluss ein konkretes Umsetzungskonzept erarbeitet wird.
Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim a. Ts.; 05/2016 – 12/2016

WLAN im RMV – Vorbereitung der Pilotprojekt
Sowohl von Seiten der Politik als auch von vielen Fahrgästen gibt es die Forderung, den Internetempfang im ÖPNV zu verbessern bzw. sogar einen kostenlosen Internetzugang über WLAN für die Kunden anzubieten. Vor diesem Hintergrund hat der RMV im Jahr 2015 zusammen mit der rms GmbH eine Untersuchung zu den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den Einsatz von WLAN bzw. Repeatern in Fahrzeugen durchgeführt.
Im Ergebnis dieser Untersuchung hat sich gezeigt, dass bezüglich der Umsetzungsmöglichkeiten noch vielfältige Fragekomplexe bestehen. Um diese Fragekomplexe zu klären, verfolgt der RMV das Ziel, das Thema “Internet im ÖPNV/WLAN” in Form von Pilotprojekten, evtl. mit weiteren Partnern, voran zu bringen. Dabei sollen insbesondere Erkenntnisse über Markt- und Betriebsverhalten der verschiedenen Technologien gewonnen werden.
Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim a. Ts.; 09/2016 – 09/2017

VVS – Untertützung polygo und eTicket
Ziel des VVS ist es, die Chancen der Elektromobilität für den VVS zu nutzen und den ÖPNV in der Elektromobilität als die Kernkomponente zu verankern. Hierzu muss im Wesentlichen das Informationssystem des VVS um neue Funktionalitäten ergänzt werden sowie das Vertriebssystem des ÖPNV im VVS vom konventionellen Vertrieb hin zu einem elektronischen Vertrieb entwickelt werden, der sowohl die Anforderungen des ÖPNV als auch der Partner der Elektromobilität verarbeiten kann.
Die rms GmbH unterstützt den VVS hier bei der Lösung von konzeptionellen und technischen Fragestellungen.
Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS), Stuttgart; 07/2016 – 12/2016

Integriertes Erlösdatenmanagement und Visualisierung (Evi®)
Mit dem mandantenfähigen System “Evi” verfolgt der RMV das Ziel, die Einnahmenmeldungen sukzessive auf einen elektronischen Meldeweg umzustellen, dabei zu beschleunigen, manuell-redundante Arbeitsschritte zu vermeiden und die dadurch gegebene Fehleranfälligkeit zu reduzieren.
Die rms GmbH unterstützt den RMV bei der schrittweisen Einführung des Systems. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Analyse von auftretenden Problemen beim Datenimport und die anschließende Fehlerbehebung in Zusammenarbeit mit den Datenlieferanten (Verkehrsunternehmen) sowie den Herstellern der Vertriebsgeräte.
Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim a. Ts.; seit 01/2013

Unterstützung Weiterentwicklung eTicket Rhein Main
Seit Realisierung des verbundweiten mandantenfähigen EFM-Systems (2011) werden die Funktionalitäten des Vertriebssystems permanent ausgebaut, insbesondere im Hinblick auf die Umstellung weiterer Fahrkartensortimente von Papier auf Chipkarte. Die rms GmbH hat hierbei die Aufgabe, die neuen fachlichen Anforderungen in Abstimmung mit den Anwendern zu definieren und in Form von Teillastenheften bzw. Fachkonzepten aufzubereiten. Diese bilden die Grundlage für die Beauftragung der Change Requests beim Realisierer des Systems (Cubic).
Im Zuge dieser Aufgabe gilt es, die teilweise sehr unterschiedlichen Anforderungen der Mandanten nach Möglichkeit zu harmonisieren bzw. neue Prozesse zu entwickeln und abzustimmen. Dies war insbesondere bei der Umstellung der vom Schulwegkostenträger ausgegebenen CleverCards ein wichtiger Aspekt.
Darüber hinaus unterstützt die rms GmbH den RMV bei der Überarbeitung und Pflege bestehender Rahmenlastenhefte für Peripheriegeräte wie z.B. Busdrucker oder Fahrkartenautomat. Hierbei gilt es sowohl die allgemeinen als auch die RMV-spezifischen Anforderungen an das eTicketing zu integrieren.
Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim a. Ts.; seit 01/2012