"New Mobility meets ÖPNV" bei der rms

“New Mobility und ÖPNV: Konkurrenten oder Partner?” Unter dieser Überschrift diskutierten namhafte Player des Mobilitätsmarktes am 26. September in Berlin. rms, RMV und Mobilligence hatten Vertreter von door2door, FreeNow, Uber sowie des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer zum Mobilitäts-Talk “Rhein Main Spree” geladen.

Auf dem Podium beim Mobilitäts-Talk “Rhein Main Spree” (v.l.n.r.): Prof. Knut Ringat (RMV), Dr. Tom Kirschbaum (door2door), RA Christiane Leonard (bdo), Alexander Mönch (FreeNow), Roland Werner (Uber), Jörg Puzicha (rms, Mobilligence)

Für eine Mobilität ohne eigenes Auto

Bus und Bahn auf der einen Seite, Ride-Pooling, E-Scooter oder Mietwagen inklusive Fahrer auf der anderen: Das hochkarätig besetzte Podium stellte sich vor rund 100 Gästen die spannende Frage, was geschieht, wenn klassische und neue Mobilitätsformen aufeinander treffen. Aus den Reihen der New Mobility saßen auf dem Podium der Geschäftsführer von door2door, Dr. Tom Kirschbaum; der General Manager von FreeNow, Alexander Mönch; sowie Roland Werner, Director of Government Affairs DACH + CEE bei Uber. Den ÖPNV vertraten die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer, RA Christiane Leonard, und Prof. Knut Ringat als Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds. Moderiert wurde das Gespräch von Jörg Puzicha, Geschäftsführer rms und Mobilligence.

Deutlich wurde an diesem Abend, dass schlussendlich alle am gleichen Strang ziehen – dem Ziel, den Kunden eine flexible Mobilität ohne eigenes Auto zu ermöglichen. Die Krux: Wer ein Auto hat, der fährt es auch – und ein Auto kauft man, weil der ÖPNV zwangsläufig Lücken hat. Wenn es gelingt, die Dienste der New Mobility so mit dem ÖPNV zu verknüpfen, dass sich diese Lücke schließt und ich jederzeit bequem von A nach B gelange, wird das eigene Auto überflüssig. So können auch Verkehrsformen, die eher zum Individualverkehr zählen – wie ein Mietwagen inklusive Fahrer – im Endeffekt zu einer stärkeren Nutzung des ÖPNV führen.

Der Fahrgast ist König

Mobilität muss flexibel werden, so verlangt es der Markt. Der Kunde will und kann sich nicht immer nach einem Fahrplan richten. Die Zukunft des ÖPNV liegt deshalb im Mobilitätsverbund, wie Prof. Knut Ringat betont: Ein umfassender Service von Tür zu Tür, der sich den aktuellen Befürfnissen der Kunden anpasst.

Der RMV beschreitet diesen Weg bereits: Unter anderem wird – unterstützt von der rms – die Mobilitätsplattform RMVplus entwickelt. Das Ziel: Mit nur einer App planen Fahrgäste ihre intermodale Wegekette so unkompliziert, wie sie sonst ein Busticket lösen. ÖPNV, Sharing-Angebote und On-Demand, Taxi und mobilitätsnahe Dienstleistungen wie das Parken sind mit einem Handgriff verfügbar. Bezahlt wird über eine einzige Mobilitätsrechnung. So greifen ÖPNV und New Mobility zukunftsorientiert ineinander: als Partner.

“New Mobility – nur ein Risiko für den ÖPNV?”, fragte Prof. Knut Ringat (RMV) im einleitenden Impulsvortrag.

“Rhein Main Spree” in Bildern