ÖPNV-Lab im HOLM gestartet

Hier soll die Mobilität der Zukunft erstehen: Im House of Logistics and Mobility (HOLM) ist das ÖPNV-Lab an den Start gegangen. In dem Werkstatt-Loft mit Blick über den Frankfurter Flughafen werden Verkehrsverbünde, Nahverkehrsdienstleister, Zulieferindustrie, Fahrzeughersteller und Hochschulen gemeinsam unter einem Dach zukunftsweisende Verkehrslösungen entwickeln – diese Bündelung innovativer Kräfte macht das Branchen-Labor einzigartig in ganz Deutschland.

Eröffneten das ÖPNV-Lab (v.l.n.r.): HOLM-Geschäftsführer Michael Kadow, Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker, Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und der Sprecher der Geschäftsführung des RMV, Prof. Knut Ringat. Quelle: HOLM

Deutschlands erstes Branchen-Labor für den ÖPNV der Zukunft

Das ÖPNV-Lab soll ein unternehmensübergreifender Versuchsraum sein, in dem Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft branchenübergreifend Konzepte und Modelle für den ÖPNV von morgen entwickeln können. Dabei geht es um Fragen wie: Wer organisiert mit wem, wie wir künftig nahtlos von Tür zu Tür reisen? Welche neuen Möglichkeiten schafft die Digitalisierung, um Bus und Bahn mit Alternativen wie Rad- und Fußverkehr oder dem autonomen Fahren zu kombinieren? Woher kommen die dafür benötigten Daten? Und wie können wir diese Daten nutzen, um für den Nah- und Regionalverkehr Angebote in neuer Qualität zu entwickeln? Auch Themen wie Trendscouting, Mobilitätsleitstand, Mobilität im ländlichen Raum und Mobility as a Service (MaaS) werden auf den gut 270 Quadratmetern Fläche des Labs im Mittelpunkt stehen.

Digitalisierung intelligent nutzen

Am 14. Februar ist das ÖPNV-Lab feierlich in Betrieb gegangen. Den Startschuss erteilten Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, Prof. Knut Ringat, Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker und HOLM-Geschäftsführer Michael Kadow.

Bei der Eröffnung präsentierten sich aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte: Zum Beispiel RadAR+ (“Reiseassistenzsystem für dynamische Umgebungen auf der Basis von Augmented Reality”), das eine ÖPNV-Navigation für die Datenbrille entwickelt. Oder die “Regionale Kooperations- und Mobilitätsplattform” ReKoMo, die den Fahrgästen die kombinierte Nutzung von multimodalen Mobilitätsangeboten erleichtern will. Die “Deutschlandweite Elektronische Fahrplaninformation” DELFI, eine Kooperation der Bundesländer, die alle regionalen Fahrplanauskünfte in ein bundesweites System integriert. Und nicht zuletzt die digitale Vernetzungsinitiative “Mobility inside”, die eine Plattform entwickelt, die den gesamten öffentlichen Verkehr in einer einzigen App vereinen soll. In allen diesen Vorhaben bringt auch die rms GmbH ihre Expertise schlagkräftig mit ein.

Testete den virtuellen Reiseassistenten: Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Quelle: HOLM

V.r.n.l. Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker; Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir; die stv. Landtagspräsidentin Karin Müller; Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds; Jörg Puzicha, Geschäftsführer der rms; Carsten Förtsch, Senior Consultant der Mobilligence (Quelle: HOLM).

Datum: 15.02.2019