Deutschland-Ticket vs. Tarifreform
RMV-Chef Prof. Knut Ringat gab zum Auftakt einen Impuls zu den Folgen des Deutschland-Tickets und der in dessen Folge dringend nötigen Tarifreform. „Das Deutschland-Ticket ist das meistgenutzte Ticket in Deutschland – 13,5 Millionen Menschen sind damit unterwegs, in Frankfurt nutzt es jeder Dritte“, so Ringat. Die Preiserhöhung auf 58 Euro habe dem Erfolg keinen Abbruch getan, doch die Finanzierung ab 2026 sei alles andere als gesichert: Es fehle eine klare Governance – und sollte die Finanzierungslücke nicht geschlossen werden, seien Leistungskürzungen kaum zu vermeiden.
Ringats Forderung: „Wir brauchen eine Preisindizierung von Seiten des Bundes, und wir als Branche müssen unsere Tarifsysteme verschlanken.“ In der Wahrnehmung der Kunden werde das System ÖPNV immer teurer und schlechter. „Diese Spirale wollen wir durchbrechen und den RMV-Tarif stärken – mit attraktiven regionalen Angeboten und mehr Planungssicherheit.“



