Ein ÖPNV, der auch bei Störungen funktioniert
Zum Auftakt machte Dr. Carsten deutlich, wie eng digitale Systeme im ÖPNV miteinander verbunden sind. Leitstellen, Fahrzeuge, IT und externe Dienstleister müssen zusammenspielen – und damit wächst die Bedeutung der Cybersicherheit. Aus seiner Sicht reicht es nicht, Angriffe verhindern zu wollen: Die Branche muss vorbereiten, wie Fahrzeuge und wichtige Systeme im Störungsfall weiterbetrieben und Fahrgäste informiert werden können.
Beim autonomen Fahren verwies Carsten auf die rasante Entwicklung internationaler Robotaxi-Angebote. Für den ÖPNV sieht er die Chance, das bestehende Netz durch neue, flexible Verkehre zu ergänzen. Zugleich stellt sich die Frage, welche Rolle Verkehrsunternehmen und -verbünde einnehmen, wenn neue Anbieter direkt um Fahrgäste werben. Carsten plädierte dafür, autonome Angebote frühzeitig als Teil eines integrierten Mobilitätssystems zu gestalten.
Maßstab dafür müsse die Erfahrung der Fahrgäste sein: Sie wollen eine passende Verbindung finden, unkompliziert bezahlen und sich auf Auskünfte verlassen können. Für sie dürfe es keine Hürde sein, wie viele Systeme und Zuständigkeiten im Hintergrund beteiligt sind.